24.03.2011

HAMNET-Link DB0SFA-DB0RTN

Sven, DG4BCL, hat für mehrere Jahre im Raum Lüneburg gewohnt, ist dann aber wieder zurück nach Rotenburg gezogen. Aus der "Lüneburger-Zeit" bestehen noch Kontakte zu ihm. In einem kurzen Gespräch konnte ich Ihn davon überzeugen, dass DB0RTN in Rotenburg unbedingt einen HAMNET-Anschluss benötigt. Tjitze, DB1TN, betreibt in Rotenburg unter Anderem eine Echolink-Relaisfunkstelle auf dem Ärztehaus unter dem Rufzeichen DB0RTN. Sven hatte einen Teil der Wartungsarbeiten für DB0RTN übernommen und kümmert sich um den Stations-PC sowie die Netzwerkanbindung. Beide waren sich einig, dass eine HAMNET-Anbindung für DB0RTN realisiert werden sollte. Infos zum DARC OV I19 in Rotenburg finden sich hier: http://www.i19.de.

Eine Analyse mithilfe der Seite http://ham.remote-area.net/linktool/index ergab, dass ein Link möglich sein sollte. Wie üblich habe ich die tatsächliche Antennenhöhe der beiden Standorte um 20m verringert, um den Bewuchs der Landschaft zu berücksichtigen. Links ist DB0SFA und rechts DB0RTN auf der Grafik gezeigt. Die Fresnalzone wird nicht frei sein, die Feldstärke und die Datenqualität werden nicht optimal sein.Linkprofil SFA - RTN

An einem langen Januar-Sonnabend haben Sven und ich die Konfiguration der Komponenten von DB0RTN vorgenommen. Zu dem Zeitpunkt war die DB0SFA HAMNET-Hardware noch im Testbetrieb bei mir zu Hause bei DB0AGI. Wir konnten also bequem im Wohnzimmer einen "DX-Link" zum Dachboden zu den DB0SFA-Komponenten aufbauen und die Tücken der Konfiguration in Angriff nehmen. Morgens um 1 Uhr funktionierte dann alles nach Wunsch und Sven ist mit der DB0RTN-Hardware im Schneetreiben nach Hause nach Rotenburg gefahren. Zu dem Zeitpunkt gingen wir davon aus, dass sich der Link mit einer NanoStation M5 bei DB0RTN realisieren lassen würde.

Tjitze und Sven hatten die HAMNET-Technik bei DB0RTN schon vor der Installation bei DB0SFA betriebsbereit gemacht, die Antenne nach Gefühl ausgerichtet und so gut vorbereitet, dass sich quasi sofort der Link zu DB0SFA aufbaute, nachdem die Technik bei DB0SFA installiert und eingeschaltet war.

Linkantenne SFA - RTNHans, DL2OQA und ich hatten bei DB0SFA eine NanoStation M5 für den Link zu DB0SFA installiert und eine weitere NanoStation M5 für den Usereinstieg. Beide Antennen zeigen zufälliger Weise in die gleiche Richtung, das sollte sich noch als Glücksfall herausstellen. Auf dem Bild rechts sind die beiden Antennen auf der abgewandten Seite des Mastes mit den beiden Windmessern und der 2m/70cm-Runstrahlantenne, teilweise hinter Kabeln versteckt, zu erkennen. Hans, DL2OAQ steht in der Luke des Turms im Heidepark und zeigt in Richtung der Linkantenne zu DB0RTN.

Nach der Installation der Antennen bei DB0SFA in Richtung DB0RTN wollte sich der Link zu DB0RTN nicht freiwillig aktivieren. Mal ging es, mal ging es nicht. Die Feldstärken waren ernüchternd gering. Am Tag der Installation der Antennen bei DB0SFA herrschte Windstärke 7 auf dem Turm, und wirklich warm war es an dem Freitag im März auch nicht. Entsprechend ungemütlich war es. Nach einigem Probieren haben Hans uns ich es dann aufgegeben die Ursache der unbefriedigenden Situation vor Ort weiter zu ergründen.

Später fand Sven dann die Ursache des Problems. Er konnte in Rotenburg bei DB0RTN problemlos den Usereinstieg von DB0SFA hören, aber nicht den Link. Also konfigurierten wir das System um, seitdem "hängt" DB0RTN am Usereinstieg von SFA. Bei Gelegenheit werden wir bei DB0SFA die NanoStation M5 für den Link zu DB0RTN austauschen.

Die Datenrate auf dem Link DB0SFA <> DB0RTN entsprach noch nicht unseren Erwartungen, sie lag irgendwo um die 3-6MBit. Die Feldstärke war nicht wirklich gut, auch eine Neuausrichtung der Antenne bei DB0RTN brachte keinen wirklichen Erfolg. Als wir dann die NanoStation M5 bei DB0RTN gegen eine NanoBridge M5-25 mit 10dB mehr Antennengewinn ausgetauscht hatten, erreichten wir eine stabile Linkanbindung mit einer Datenrate von 13MBit bei klarem Wetter.

Auf der Seite von DB0SFA wollten wir keine auffällige Antenne mit mehr Gewinn anbringen, der Standort von DB0SFA ist schon mit reichlich Amateurfunkantennen gesegnet, wir wollen dort lieber keinen Unmut wecken. Die beiden NanoStations M5 ersetzen alte, nicht mehr benötiget PR-Linkantennen, so dass die Anzahl der dort installierten Antennen gleich geblieben ist.

 

73 de DC2HC