14.06.2014

DB0SFA QRT für HAMNET

DB0SFA hat nachhaltig alle Aktivitäten zum HAMNET eingestellt.

73 de DC2HC


19.03.2011

HAMNET-Link DB0SFA-DB0AGM

Treppenhau DB0SFAHans, DL2OAQ und Christian, DC2HC haben am 11.3.2011 bei DB0SFA im Heidepark Soltau HAMNET installiert und in Betrieb genommen. Neben dem Link DB0SFA – DB0AGM wurde der Link DB0SFA - DB0RTN installiert. Ein Besuch bei DB0SFA ist mit einer sportlichen Tätigkeit verbunden, zur Veranschaulichung nebenstehend das Treppenhaus. Immerhin gibt es seit einigen Jahren einen Lastenaufzug, so dass man das Material nicht mit hoch schleppen muss.

Die theoretische Möglichkeit des Links SFA – AGM wurde mit Hilfe des Online-Tools http://ham.remote-area.net/linktool/index untersucht. Dabei müssen für DB0SFA die Koordinaten (53.027035 und 9.8784) exakt angegeben werden, der Turm im Heidepark steht auf einem kleinen Hügel. Berücksichtigt man bei der Berechnung der Linkqualität noch die angenommene Höhe des Waldes indem die Antennenhöhen auf beiden Seiten auf 70m über Grund reduziert werden, zeigt sich, dass die Fresnelzone nicht komplett frei ist. Mit entsprechenden Einbußen der Feldstärke ist also zu rechnen. Der Link überbrückt eine Stecke von 49km. Das Geländeprofil zeigt links DB0AGM und rechts DB0SFA.Geländeprofil DB0AGM - DB0SFA

Mithilfe der Seite http://en.jirous.com/calculation-wifi kann unter Angaben einiger Systemparameter, wie Antennengewinn und Sendeleistung die Empfangsfeldstärke berechnet werden.

Aufgrund der zu 1/3 abgedeckten Fresnelzone entschieden wir uns, bei DB0SFA eine Antennen mit 25dBi Antennengewinn einzusetzen. Auf der Seite von DB0AGM war eine Sektorantenne mit 19dBi installiert, hier gab es keine Möglichkeit der Optimierung.

Bereits im Herbst 2010 hat ein erster kurzer Praxistest des Links DB0SFA-DB0AGM stattgefunden. Damals zeigte sich, dass es eine realistische Möglichkeit für einen Link auf 5GHz geben könnte. Wir hatten damals bei Nieselregen einen Link mit brutto 10MBit erzielen können.

Als Ergebnis des Tests und der Analysen haben wir die notwendige Hardware angeschafft und konfiguriert. Der Standort DB0SFA ist nicht jederzeit für uns zugänglich, so dass sich erst am 11.3. eine Möglichkeit ergab die Technik zu installieren.

Linkantenne zu DB0AGMIn der Praxis erzielen wir bei klarem Wetter eine Feldstärke von 10dBm unter den berechneten Werten, was sich aus der nicht freien Fresnelzone des Links ergeben dürfte. Vorausgesetzt natürlich, dass die Messwerte und Datenblattangaben der Hardware stimmen. Es war also eine gute Idee, bei DB0SFA einen Antennengewinn von 25dBi vorzusehen. Die Flachantenne ist auf dem nebenstehenden Bild an dem dünnen Mast inmitten von kommerziellen Antennen und Schaltkästen zu erkennen. Oben auf dem Mast befindet sich eine Antenne für den 70cm-PR-Zugang von DB0SFA.

Alles in Allem also ein schöner Erfolg für einen 49km-Link mit preiswerter kommerzieller Technik auf 5GHz. Wir erreichen eine Nutzdatenrate von 3 bis 4MBit auf dem Link DB0SFA-DB0AGM. Die Praxis wird zeigen wie das Wetter die Linkqualität und die Datenraten beeinflusst.


73 de DC2HC